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| der garten als privates betätigungsfeld bedeutet raum für phantasie, ideen und kreativität. durch seine vielfalt an aneignungsmöglichkeiten läßt der gartenraum ein maximum an individueller entfaltung zu. er bietet eigenständigkeit, privatsphäre, bewegung und beschäftigung inmitten der natur, aber auch abwechselung, ruhe und geborgenheit. |
| Laß
dich nieder in einem Garten. Er wird ein Teil deiner selbst. (Mattern 1960) Wir sollten uns beim Entwerfen von Grünanlagen bemühen, eine lebendige Vielfalt in der Einheit zu erreichen. Gestaltungsziel ist eine gut abgestimmte Komposition, die Nutzungs- und Erlebnisvielfalt ebenso berücksichtigt wie gestalterische und ökologische Vielfalt. (Heiss 1987) |
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| ein garten
dient auch dazu, die abläufe in der natur das sprießen,
blühen, fruchten und vergehen- sichtbar und begreifbar zu machen. dabei
wird das wechselspiel zwischen farbe, form, struktur, von blatt und blüte,
blütezeit und dauer der pflanzen im jahreszeitlichen verlauf
einbezogen. professionell gestaltet erweitert der gartenraum den wohnbereich auf ideale weise. der innen- und der außenraum ergänzen einander zu einer einheit. die kunst der gartengestaltung besteht darin einen gartenraum zu schaffen, der über die gesamte vegetationsperiode. d.h. von frühling bis zum winter ein attraktives gesamtbild bietet. hier kommt es gerade auch im hinblick auf die zeit der vegetationsruhe darauf an, eine eindeutige formgebung zu wählen, die das ganze jahr über raumwirksame gartensequenzen strukturiert. |
| Gustave
Geffroy über Monets Garten in Giverny |
| gartenelemente |
| die terrasse
bildet ein integratives gestaltungselement zwischen gebäude und gartenraum.
richtig dimensioniert, attraktiv gestaltet und in den gartenraum eingebunden
besitzt sie für den gartenbesitzer hohe aufenthaltsqualitäten. wege setzen idealerweise die durch den wohnungsgrundriß vorgegebenen richtungen im außenraum fort, verbinden wichtige bezugspunkte innerhalb des gartens oder akzentuieren unterschiedliche raumfolgen. pergolen gliedern den gartenraum durch die vertikale. in anlehnung an die gebäudefassade führen laubengänge und pergolen die architektur des gebäudes fort und strukturieren damit den übergang vom haus zum gartenraum raumwirksam. wasser als attraktives und belebendes gestaltungselement bringt strukturelle, ökologisch-ästhetische vielfalt und bedeutet -geschickt integriert- eine enorme bereicherung und aufwertung des gartenraumes. die vielgestaltigkeit und unterschiedliche wirkungsweise des wassers mit seinen verschiedenen erscheinungsformen kommt in brunnen, wasserspielen, kaskaden, fontänen, teichen bis hin zu kleinen badeseen zum ausdruck. die pflanzung bildet das vegetativ-organische gerüst des gartens. vor allem die räumliche entwicklung der pflanzung bestimmt ganz wesentlich das raumgefüge kleiner gärten und läßt schon nach wenigen jahren das bauliche grundgerüst des gartens in den hintergrund treten. ausgehend und abgestimmt auf die standortverhältnisse, wie exposition, bodenverhältnisse und wasserhaushalt kann eine artenreiche, gut gestaffelte baum- , strauch- und staudenpflanzung als spannungsreiches element zwischen architektur und gartenraum vermitteln. dieses beinhaltet auch eine genaue kenntnis der verwendeten pflanzenarten. der wechsel in höhe und dichte, die auswahl der gehölzarten, die abfolge unterschiedlicher wuchs- und blattformen, texturen und farbnuancen läßt ein lebendiges gartenbild entstehen. während bäume und sträucher das räumliche gerüst eines gartens bilden, ergänzen und beleben stauden, gräser, farne und frühjahrsblüher dieses durch ihre formenvielfalt und ihre farbigkeit. mit ihrem reichtum an unterschiedlichen wuchshöhen, blattformen, farbunterschieden und blütezeiten, helligkeitsabstufungen, oberflächenbeschaffenheiten, strukturen und texturen entsteht eine in formen, farben und blüten differenzierte pflanzung. |